Das himmlische Leben

Life in Heaven

 

Gustav Mahler (1860–1911)

 

 

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Wir geniessen die himmlischen Freuden,

D’rum thun wir das Irdische meiden.

Kein weltlich’ Getümmel

Hört man nicht im Himmel!

Lebt Alles in sanftester Ruh’!

Wir führen ein englisches Leben!

Sind dennoch ganz lustig daneben!

Wir tanzen und springen,

Wir hüpfen und singen!

Sanct Peter im Himmel sieht zu!

 

Johannes das Lämmlein auslasset,

Der Metzger Herodes drauf passet!

Wir führen ein geduldig’s,

Unschuldig’s, geduldig’s,

Ein liebliches Lämmlein zu Tod!

Sanct Lucas den Ochsen thät schlachten

Ohn’ einig’s Bedenken und Achten,

Der Wein kost kein Heller

Im himmlischen Keller,

Die Englein, die backen das Brot.

 

Gut’ Kräuter von allerhand Arten,

Die wachsen im himmlischen Garten!

Gut’ Spargel, Fisolen

Und was wir nur wollen!

Ganze Schüsseln voll sind uns bereit!

Gut’ Äpfel, gut’ Birn’ und gut’ Trauben!

Die Gärtner, die Alles erlauben!

Willst Rehbock, willst Hasen,

Auf offener Strassen sie laufen herbei.

Sollt ein Fasttag etwa kommen

Alle Fische gleich mit Freuden angeschwommen!

Dort läuft schon Sanct Peter

Mit Netz und mit Köder

Zum himmlischen Weiher hinein.

Sanct Martha die Köchin muss sein.

 

Kein Musik ist ja nicht auf Erden,

Die uns’rer verglichen kann werden.

Elftausend Jungfrauen

Zu tanzen sich trauen

Sanct Ursula selbst dazu lacht!

Cäcilia mit ihren Verwandten

Sind treffliche Hofmusikanten!

Die englischen Stimmen

Ermuntern die Sinnen!

Dass Alles für Freuden erwacht.

dein Gefühl enthülle mir, dein wahres!

 

Das Knaben Wunderhorn

We enjoy heavenly pleasures

And therefore avoid earthly ones.

No worldly tumult

Is to be heard in heaven.

All live in gentlest peace.

We lead angelic lives,

Yet have a merry time of it besides.

We dance and we spring,

We skip and we sing.

Saint Peter in heaven looks on.

 

John lets the little lamb out,

And Herod the Butcher lies in wait for it.

We lead a patient,

Innocent, patient,

Dear little lamb to its death.

Saint Luke slaughters the ox

Without any thought or concern.

Wine doesn’t cost a penny

In the heavenly cellars.

The angels bake the bread.

 

Good greens of every sort

Grow in the heavenly vegetable patch.

Good asparagus, string beans,

And whatever we want!

Whole dishfuls are set for us!

Good apples, good pears, and good grapes,

And gardeners who allow everything!

If you want venison or hare, You’ll find them running on the public streets.

Should a fast-day come along,

All the fishes at once come swimming with joy.

There goes Saint Peter running

With his net and his bait

To the heavenly pond.

Saint Martha shall be the cook.

 

There is just no music on earth

That can compare to ours.

Even the eleven thousand virgins

Venture to dance,

And Saint Ursula herself has to laugh.

Cecilia and all her relations

Make excellent